Am Mittwoch, den 03.07.2019, trafen sich die landwirtschaftlichen Sprecher der Kooperation Trinkwasserschutz IG Weser gemeinsam mit Helmut Feldkötter (Geschäftsführer der IG Weser, Vertreter der Wasserversorger) sowie der Gewässerschutzberatung (Geries Ingenieure GmbH) im Energietreff der GWS Stadtwerke Hameln GmbH zu einer Arbeitskreis-Sitzung.

Frau Tappe vom beratenden Ingenieurbüro stellte in ihrem Bericht Ergebnisse aus der Erfolgskontrolle vor. Im Kooperationsgebiet werden seit 2008 jährlich 70 Grundwassermessstellen beprobt und u.a. die Nitratgehalte gemessen. Seit Beginn des Monitorings konnte die mittlere Nitratkonzentration von 33 mg/l auf aktuell 26 mg/l gesenkt werden. Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann!

Baustein des Erfolges ist neben der Gewässerschutzberatung und der guten Mitarbeit der Landwirte auch die Umsetzung von sog. Freiwilligen Vereinbarungen. Die Freiwilligen Vereinbarungen gehen z.T. über die Anforderungen der Düngeverordnung hinaus. Das kann z.B. eine reduzierte Stickstoffdüngung unter Pflanzenbedarf oder der Anbau einer Zwischenfrucht sein. Die Landwirte nehmen damit Ertragseinbußen bzw. Mehraufwendungen in Kauf, wofür sie Ausgleichszahlungen erhalten. Im Rahmen des Arbeitskreises werden diese Ausgleichsbeträge jährlich an die aktuellen Gegebenheiten angepasst und berechnet.

In reger Diskussion wurde sich darüber hinaus über Möglichkeiten zur Auflockerung von Fruchtfolgen ausgetauscht. Denn eine Erweiterung der Fruchtfolge – bspw. mit Hafer – hat aus Sicht des Gewässerschutzes viele Vorteile: Nitratreduktion durch Zwischenfruchtanbau, Minderung des Pflanzenschutzmitteleinsatz durch Wirkstoffwechsel bei Rotation.

Weitere Informationen zur IG Weser hier:
👉 http://www.igweser.de/