[Nds.] Kurz und Knackig 07: Hof-Tor-Bilanz/Stoffstrombilanz, Zwischenfruchtanbau, Kalkung, Düngebedarfsermittlung

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Hier finden Sie die siebte Ausgabe unseres Infoblattes „Landwirtschaft & Gewässerschutz – Kurz und Knackig“, das monatlich bei uns erscheint:

Landwirtschaft & Gewässerschutz – Kurz und Knackig 07


Fristen im Juli/August

  • 01.06. bis 15.07.: Maßgeblicher Zeitraum für den Anbau der Hauptkulturen und Anbaudiversifizierung
  • 16.07. bis 01.10.: Einsaat von Zwischenfrüchten als Kulturpflanzenmischung zur Erfüllung von Greening-Auflagen (ÖVF)
  • 01.08.: GAP Nutzung/Umbruch von Brachen (früheste Beseitigung der brachliegenden Fläche für den Anbau einer Kultur mit Ernte im Folgejahr)

Wichtige Themen im Juli/August

  • Hof-Tor-Bilanz/Stoffstrombilanz: Ermittlung der zugeführten/ abgegebenen Nährstoffmengen an Stickstoff und Phosphor über Dünge-, Futtermittel, Saat- u. Pflanzgut (Getreide, Mais, Kartoffeln, Körnerleguminosen) und Nutztiere anhand von Belegen, Rechnungen, Lieferscheinen, Kennzeichnungen, Warendeklarationen, und Untersuchungsergebnissen.
  • Zwischenfruchtanbau (ZF): Optimaler Zeitraum für die Aussaat von ZF Juli bis August.
    1. Gründe für dem ZF-Anbau: Gründüngung/Nährstoff-Puffer, Bodenfruchtbarkeit, Biomasse/Futter, Biologische Bekämpfung; Phytohygiene – keine Rauhhafer in GetreideFF
    2. Anforderung der ZF am Beispiel der Nematodenbekämpfung: Stroh räumen, Feldaufgang durch Bodenbearbeitung fördern, möglichst früher Auflauf (Biomassebildung) führt zu höherer Nematodenreduktion, intensive Durchwurzelung fördert Nematoden-Schlupf (Saatstärke einhalten), Aufwuchs vor Samenreife abschlegeln und vor Einarbeitung antrocknen lassen
  • Aufkalkung/ Erhaltungskalkung: Bedingt durch fehlenden Niederschläge kommt es dieses Jahr zu einer relativ frühen Abernte des Getreides, somit frühzeitige Kalkausbringung auf Stoppeln möglich. Die Niederschläge des letzten Jahres führten zu einer Calciumverlagerung in tiefere Schichten; optimaler Boden-pH-Wert sichert die Nährstoffverfügbarkeit und verbessert Bodenstruktur
  • Düngebedarfsermittlung im Herbst: Grundsätzlich ist die Herbstdüngung am N-Düngebedarf auszurichten, maximal dürfen nicht mehr als 60 kg Gesamt-N/ha bzw. 30 kg NH4-N/ha ausgebracht werden. Zu den Kulturen Winterraps, Zwischenfrüchte, Wintergerste mit Getreidevorfrucht und Feldfutteranbau besteht ein Düngebedarf, der vor oder spätestens während der Ausbringung nachgewiesen und aufgezeichnet werden muss. Der ermittelte Düngebedarf darf bei der Bewirtschaftung der Fläche nicht überschritten werden. Nach den Früchten Mais, Raps, Kartoffel, Zuckerrübe, Feldgemüse und Leguminosen sowie zur Förderung der Strohrotte besteht kein Düngebedarf!
  • Grünlanderträge 2018: Die Grünlanderträge liegen aufgrund der fehlenden Niederschläge beim 1. Schnitt ca. 25 % unter den Vorjahreserträgen (Ø 2012-2017) und ca. 15 % beim 2. Schnitt. Das fehlende Grundfutter kann durch den Anbau von Feldgras bzw. Futterzwischenfrüchten ausgeglichen werden.

  • Auf die regelmäßige Meldung und Bestätigung von Wirtschaftsdüngerabgaben und -aufnahmen im Melderegister achten. Verstöße werden mit einem Bußgeld geahndet.
  • Abmeldehinweis: Sollten Sie dieses Rundschreiben gegen Ihre Zustimmung erhalten haben oder möchten Sie sich von der Zustellung abmelden, schreiben Sie eine E-Mail an zeven@geries.de

Terminhinweise für Juli/August

  • 04.07.2018: 10.00 Uhr Feldbegehung „Strip-Till: Ist der Verzicht auf Unterfußdüngung möglich?“, BGA A1 Bioenergie, 27404 Bockel (zwischen Sick und Bockel an der B 71)
  • 06. bis 09.07.2018: Besuchen Sie uns auf der Tarmstedter Ausstellung, Stand H2, MR zwischen Weser u. Elbe