[Nds.] Kurz und Knackig 06: Wasserpotenzial, Untersaaten im Mais, Maishacke, Nacherntemanagement

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[Nds.] Kurz und Knackig 06: Wasserpotenzial, Untersaaten im Mais, Maishacke, Nacherntemanagement

Hier finden Sie die sechste Ausgabe unseres Infoblattes „Landwirtschaft & Gewässerschutz – Kurz und Knackig“, das monatlich bei uns erscheint:

Landwirtschaft & Gewässerschutz – Kurz und Knackig 06


Fristen im Juni/Juli

  • 01.06. bis 15.07.: Maßgeblicher Zeitraum für den Anbau der Hauptkulturen und Anbaudiversifizierung
  • Bis 30.06: Verbot der Bearbeitung, Bestellung und Pflege von Brachen
  • 15.05. bis 19.06.: GAP 35-tägige Vorab-Kontroll-Phase; Antragsangaben ändern, Flächenangaben reduzieren, Schläge löschen oder verschieben ist noch möglich
  • 16.07. bis 01.10.: Einsaat von Zwischenfrüchten als Kulturpflanzenmischung zur Erfüllung von Greening-Auflagen (ÖVF)

Wichtige Themen im Juni/Juli

  • Wasserpotenzial: in Abhängigkeit örtlicher Niederschlagsereignisse liegen die aktuellen Feldkapazitäten auf einem sehr niedrigen Niveau. Teilweise sind es nur 10 bis 20 mm/m². Bei Verdunstungsraten von 5 mm sind somit gerade einmal Vorräte für 3 Tage angelegt. Damit ist die Stickstofffreisetzung aufgrund eingeschränkter Tätigkeit der Bodenbakterien gehemmt.
  • Die Folge: Der Boden ist angereichert mit einem Depot aus pflanzenverfügbarem und zusätzlich mit noch nicht mineralisiertem Stickstoff der ausgebrachten Wirtschaftsdünger.
  • Nach dem Regenschauer: Das vorhandene N-Depot steht den Pflanzen bei ansteigender Bodenfeuchte schlagartig zur Verfügung. Aktuelle Bodenuntersuchungen zeigen eine Versorgung von Ø 123 kg N/ha auf (KW 21). Zusätzlich ist demnächst mit der N-Freisetzung aus der eingearbeiteten Untersaat und dem Wirtschaftsdünger zu rechnen. Lokale Aufhellungen sind nicht ursächlich auf Stickstoffmangel zurückzuführen.
  • „Untersaat in den Mais bringen“ ist das Stichwort: Untersaaten konkurrieren nicht um Wasser. Bei Wassermangel welken sie zuerst. Stattdessen bieten sie Verdunstungsschutz durch Bedeckung der Reihen, Durchwurzelung, Nährstoffkonservierung und damit Bodenstrukturverbesserung.
  • Maishacke: Wenn, dann PSM einsparen und zugleich die Untersaat mit ausbringen
  • Nacherntemanagement: Was passiert nach GPS-Getreide, Frühkartoffeln, Not-Ernte Getreide? Wie steht es um den (Futter-) Zwischenfruchtanbau? Achtung: Hauptkultur muss vom 1.06. bis 15.07. stehen, Anbaudiversität beachten
  • Andauernde Trockenheit mit regional hohen Unterschieden: Für den Monat Mai beträgt der gefallene Niederschlag 13,4 mm (Bremervörde) bzw. 8,6 mm (Nordholz). Die Tagesmitteltemperatur lag bei 16,6 °C für beide Stationen (Stand 05.06.).
  • Pauschale Nachdüngung zur aktuellen Witterung (heiß und trocken) ist fahrlässig und verschwendet Ressourcen: Das gilt für Wirtschaftsdünger und ebenso für Mineraldünger.
  • Amid/Ammonium-Dünger wie z.B. Harnstoff und SSA zeigen bei Trockenheit keine Düngewirkung. Bei Harnstoff geht der Stickstoff sogar zum Großteil gasförmig verloren.
  • Strategien für Grünland gefordert: Trocken und heiß bedeutet auch hier im Zweifel auf die Düngung zu verzichten, denn in den Sommermonaten sind die gasförmigen Verluste besonders hoch. Bleibt einem keine Wahl, dann kann nur die Direkteinarbeitung Abhilfe schaffen.

Terminhinweise für Juni/Juli

  • 17.06.2018: Tag des offenen Hofes, mit Teilnahme auf den Betrieben Brandt, Godenstedt bzw. Luerßen, Osterholz
  • 06. bis 09.07.2018: Besuchen Sie uns auf der Tarmstedter Ausstellung beim Platz der Maschinenringe