Beprobung der Grundwassermessstelle „Radenbeck I“

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Beprobung der Grundwassermessstelle „Radenbeck I“

Am 28.05.2018 fand die Beprobung auf Nitrat an der Grundwassermessstelle „Radenbeck I“ durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) statt. Der Termin diente zur Darstellung und Durchführung der Probenahme für Landwirte und Multiplikatoren wie dem Landkreis Gifhorn, das Landvolk Gifhorn, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Aller-Ohre Verband. Zudem sind wir, die Berater der Geries Ingenieure GmbH, auf die geologischen und meteorologischen Gegebenheiten im Anstrombereich auf die Messstelle eingegangen. Es wurde festgestellt, dass auf den im Raum Gifhorn vorherrschenden Sandböden, ein Herbst-Nmin-Wert von 22 kg/ha zur Überschreitung des Grenzwertes von 50 mg Nitrat/l Wasser führt.

Im Weiteren ist Herr Nickel vom NLWKN detailliert auf die Belastungssituation der Messstelle „Radenbeck I“ eingegangen und hat die Anwesenden dazu aufgefordert alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Nitrateinträge in das Grundwasser so gering wie möglich zu halten. Er hat aber klargemacht, dass der Grenzwert von 50 mg Nitrat/l Wasser nicht in jeder Messstelle aufgrund der geologischen und meteorologischen Gegebenheiten zu erreichen ist. Hier sollte es das Ziel sein, bei Umsetzung der bestmöglichsten Praxis, einen Wert von 70 – 80 mg Nitrat/l Wasser zu realisieren.

Anschließend wurden anhand der Flächennutzung, der Stickstoff-Überschüsse in den Nährstoffvergleichen und  der Herbst-Nmin-Werte die Gründe für die teils hohen Belastungen der Grundwassermessstellen im Landkreis Gifhorn diskutiert. Probleme werden vor allem im Kartoffel-, Raps- und Maisanbau gesehen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. So stellt die starke Nachmineralisation nach der Ernte der Kartoffeln, ein Problem dar, weil der Stickstoff während der Sickerwasserperiode ungehindert ausgewaschen wird. Beim Raps ist es die hohe Intensität, zusammen mit der geringen Abfuhr (das Rapsstroh verbleibt auf dem Feld). Im Maisanbau liegt das Problem in der häufig nicht standortangepassten Düngung.